DIE HERSTELLUNG VON ÄTHERISCHEM MELISSENÖL
Firma Karina-Agro OOD stellt ätherisches Öl aus Melisse (Melissa officinalis) in eigener Destillationsanlage her. Der gesamte Prozess ab Anbau und Pflege des Rohstoffes über die Ernte bis zur Gewinnung des ätherischen Öls erfolgt automatisch durch den Einsatz von Hochleistungsmaschinen.
Die Melisse ist als eine ätherische Öl- und Heilpflanze seit Jahrhunderten bekannt und weit verwendet. Die getrockneten Blätter enthalten bis zu 0,1% ätherisches Öl und duften nach Zitronen wegen der Komponenten Citral und Citronella Aldehyde. Des Weiteren enthalten die Laubblätter der Melisse bis 4% Gerbsäure, Glykoside, Saponine, Bitterstoffe, Harze, Schleimstoffe und andere noch nicht gut festgestellte Bestandteile.
Das Melissenöl wird in der Parfümerie, in der Lebensmittel- und pharmazeutischen Industrie verwendet, wie auch zur Herstellung von Kräuterlikören wie Chartreuse Likör.
Wegen des Inhalts der obigen Komponenten wirken die Blätter und die zarten Stängel der Melisse krampflösend, nervenberuhigend und werden bei Magen- und Darmbeschwerden auch verwendet. In der Medizin sind sie zur Bereitung von heilenden Teen, Tinkturen u.a. verwendbar.
Die Melisse ist eine wärmeliebende ätherische Öl- und Heilpflanze. Sie ist im Mittelmeergebiet beheimatet, findet sich als wildlebende Pflanze noch in den Ländern des Nahen Ostens (Syrien). Sie wird in vielen Ländern Europas, in Asien, Afrika und Nordamerika kultiviert.
Die Melisse wächst wild in ganz Bulgarien, vorwiegend in den Waldregionen. Häufig wird sie in Gärten und bei Bienenständen als honigspendende Pflanze gepflanzt.
Die Melisse (Melissa officinalis) ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler.
Das Wurzelsystem ist mehrköpfig, bärtig und relativ flach liegend. Die Hauptwurzel ist dunkelbraun und die Seitenwurzeln sind gelbbraun. Von den untersten Stängelknoten aus wachsen die Wurzeln.
Die vierkantigen Stängel sind stark verzweigt und erreichen eine Höhe von ca. 1 m. Die Seitentriebe sind grün und bilden die Achselknospen in gegenständiger Anordnung auf den Stängelknospen. In der zweiten Vegetationshälfte der Melisse werden von den niederliegenden Knospen der Stängel die Wurzelstöcke gebildet, die oberirdische und unterirdische Teile wie die Minze haben.
Die Blätter sind gekreuzt gegenständig an Knospen der Stängel angeordnet. Die Form der Blätter ist eiförmig, oberseitig dunkelgrün und kahl, unterseits aber graugrünlich und mit feinen Härchen überzogen. Der Blattrand ist kerbig-gesägt. Die unteren Blätter sind größer und mit längeren Blattstielen, während die oberen Blätter kleinere und kürzere Stiele aufweisen. Die Nervatur des oberen Teils der Blätter ist tief nach innen gewölbt, deswegen sind die Blattspreiten rau.
Die Blüten stehen in Gruppen von 3 bis 5 in den Achseln der oberen Blätter zusammen. Die glockenförmigen Kelche sind aufrechtstehend und haben 13 Längsrippen. Die Krone ist zweilippig, trichterförmig und mehr lang wie der Kelch. Ihre Oberlippe ist zweiteilig, die Unterlippe ist dreiteilig mit vergrößertem Mittellappen. Zu Beginn der Blütezeit ist die Krone gelb gefärbt, dann weiß bis blass rötlich. Die Staubblätter sind ausgebreitet.
Die Samen sind längliche, dunkelbraune bis schwarze Nüsse.
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